recap internet world 2011 in münchen

d Messe 2011

Internet World München

Es war mein erster Besuch auf der Internet World Messe, die vergangene Woche mit dichtem Rahmen- und Sideprogramm vom 12 bis 13. April in München stattfand. Mit über 150 Ausstellern und einem gut angelegten Vortragsprogramm eine, wie ich finde, sehr gut konzipierte Messe. Um alles in Ruhe erkunden zu können und auch das eine oder andere gute Gespräch führen zu können, braucht es durchaus einen ganzen Tag. Wir haben uns dafür bewusst einen ganzen Tag Zeit genommen – und es nicht bereut. Auf den nächsten Zeilen habe ich kurz und knapp meine Eindrücke zusammengefasst.

a)      Social commerce ist noch nicht wirklich ernsthaft in der Praxis angekommen. Zwar findest sich auf jedem vierten Stand entweder das Wort oder das Logo von Facebook aufgedruckt oder angeklebt – aber wenn’s dann ans Eingemachte geht, nämlich die Umsetzung, endet es bei den meisten Firmen als klassische Werbemaßnahme und wäre meiner Meinung nach eher unter Social Media Marketing und weniger als Social Commerce zu verbuchen. Nur weil Social Commerce drauf steht, steckt (noch) nicht wirklich echter social commerce drinnen. Einzig Baazarvoice – mit tollem Stand und guten MitarbeiterInnen vertreten – sticht aus der Masse hervor.

b)      eMail Marketing ist nach wie vor fest im Leistungsboden der Werbelandschaft verankert. Ich habe alle Messestände gesehen und gefühlt jeder dritte Stand bietet (natürlich in einzigartiger, unverwechselbarer Weise) eMail-Marketing an und hat sich diese Form von Direktmarketing auf die Rollups … ähm … Fahnen geheftet. Ähnlich häufig auf Plakaten und Broschüren zu finden wie das Keyword Stichwort Suchmaschinenoptimierung. Manche Vertreter werben sogar aktiv mit „Backlinks kaufen“.

c)      Zwei Begegnungen haben sich in meine Erinnerung eingebrannt, die unter die Kategorie „die MitarbeiterInnen am Stand waren entweder sehr gut, oder sehr schlecht“ hineingehören: der Mitarbeiter eines französischen eCommerce-Dienstleister antwortet auf die Frage welche Marktplätze von deren Software automatisiert bespielt werden mit „das weiß ich jetzt nicht…“. Ein Marktforschungsunternehmen (mit amerikanischer Mutter) präsentiert sich mit einem Mitarbeiter der uns die Vorzüge der hauseigenen Facebook Software erklärt, sich aber bei der Abkürzung FBML geschlagen geben muss.

d)      Online Marketing Anbieter werden immer verwechselbarer: die Logos ähneln sich sehr stark, die Namen klingen fast verwandt und der angebotene Leistungskatalog ist beinah ident. Organische Wörter im Firmennamen tragen zur Wiedererkennungskraft bei Kunden und vor allem potentiellen Kunden mit Sicherheit nicht bei.

e)      Der schönste Stand? Eindeutig von Klarna :-)

Insgesamt war eine gute Mischung aus eCommerce Dienstleistern, eCommerce Betreibern, ePayment Anbietern und Online Marketing Agenturen (von Display- über Performance Marketing bis hin zu Full Service Agenturen) auf der Messe in München vertreten. Alles waren Sie dabei, von den alten Hasen (Schober, emarsys) bis hin zu den jungen wilden (startup street)!

Meine Ausbeute: Bunte Hochglanzbroschüren, neue Kontakte, einen Stressball von Hitmeister, ein paar neue Ideen und die Gewissheit einen spannenden Tag verbracht zu haben. Ich hatte Glück, mit einem wahren Brancheninsider, unterwegs sein zu dürfen.

p.s. Poken haben anscheinend ihren Charme verloren, ich war so ziemlich die Einzige, die mit einem Poken am Lanyard herumgelaufen ist – leider, schon wieder vergebens :-( Dafür waren unzählige Werbeartikel und Visitenkarten mit QR-Codes versehen.

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