Berlin, Berlin: zwei Tage, zwei Themen: IFA und Startups

Schickt mich zwei Tage nach Berlin und ich komme mit faszinierenden Impulsen und einigen neuen Ideen im Gepäck zurück. #lifeisgreat #ilovemyjobs Tag 1 in Berlin stand ganz im Zeichen der Internationalen Funkausstellung #ifa2015.

Welche Themen sind heuer die Treiber in der Consumer Electronics Branche? Welche Trends beherrschen die großen und kleinen Hallen im Berliner Messegelände? Ich habe ein paar Eindrücke und Schnappschüsse mitgebracht:

Smarthome auf der IFA 2015 BerlinMan merkt ganz deutlich, dass das Thema #smarthome ist nicht mehr #derneueheißesch… sondern bei vielen namhaften Herstellern absolut in der Mitte vom Produktprogramm angekommen. Dass die Waschmaschine mit dem Handy kommuniziert ist ja #ehschonnormal und zukünftig werden wir wunderbare eMail-Bekanntschaften mit unseren Häusern oder Wohnungen pflegen. Darüber, dass irgendwo in einem cloudbasierten Datensatz abgespeichert ist, dass ich gerade zwei Wochen auf Urlaub bin, darf man keine Datenschutz-Sicherheits-Gefahren-Potenzial-Debatte führen. Alles mit Maß und…. Warum hab ich gleich nochmal einen Netzwerkanschluss hinter meinem Kühlschrank? #ernst

Die Fernseher werden im noch schärfer, noch größer und neuerdings auch krummer. LINK 8K sieht geil aus (ein anderes Wort passt hier nicht) aber „Mord ist ihr Hobby“ darauf anzusehen macht wahrscheinlich keinen Spaß. Ich war vor drei Jahren schon mal auf der #ifa2015, damals war 4K auf jedem vierten Messestand zu lesen. Aber wo bleiben die entsprechenden digitalen Inhalte dafür?

 

Smart Retail oder worauf sich der Handel einstellen muss

Für den Handel gibt’s ja viele coole Anwendungsbeispiele im digitalen Business. Auch das ist auf der #ifa2015 spürbar. Und so bin ich plötzlich bei findbox.de hängen geblieben und mit Thomas Schwarz ins Gespräch gekommen.

Findbox IFA 2015 Berlin Findbox auf der IFA 2015 Berlin

Er zeigt mit seinen Zubehör-Scanner, der gekoppelt mit elektronischen Preisschildern, Kunden die Suche nach der sprichwörtlichen Heunadel im Geschäft verkürzen. Konkret: man nehme die leere Druckerpatrone von zu Hause mit, legt Sie in den Scanner. Dieser erkennt das Produkt und zeigt per Lichtsignal am elektronischen Preisschild die genaue Position der neuen Patrone an. Bei überlagen Regalen mit kaum unterscheidbaren Produkten für gefühlte 178 verschiedene Druckerversionen ein wirklich nettes Gadget. Oder man legt sein Handy in den Scanner, der Scanner erkennt das genaue Modell und zeigt sofort die genauen Positionen des passenden Zubehörs. Als iPhone Besitzer mag sich dabei vielleicht ein #wozubittebrauchtmandas Gedanke einschleichen, sind doch gefühlt 99% aller Handyzubehör-Lieblingsteile nur für iPhones. Als stolze Besitzerin eines #superen sony xperia z3 compact würd ich ein solches Service dankend annehmen und ausprobieren.

Etwas Ähnliches wie amazon fresh habe ich bei sk telecom entdeckt. Ein Smart Shopper System, Dank dem das kunstvolles Balancieren von ein paar wenigen Artikeln verteilt auf einer Hand, zwei Unterarmen und einer Schulter („Nein, ein Wagerl brauchen wir nicht“) bald der Vergangenheit angehören könnte. Mit einem handlichen Scanner schlendert man gemütlich durch den Laden und scannt alle Produkte die man kaufen möchte. Nach getaner piep-und-das noch-piep-und-das-brauchen-wir-auch-piep-Arbeit kontrolliert man an einem Terminal seinen Warenkorb, bezahlt und verlässt das Geschäft. Ohne Warteschlagen an der Kassa, ohne Geschiebe-Gezerre vom Einkaufswagen mit verzogenen Rädern, ohne Schleppen von Tüten bis zum Auto oder zur Wohnung. Die Waren werden bequem mit dem Lieferdienst nach Hause geschickt. Einfach visualisiert: Youtube Video

 

Ganz viel „Spielzeug für die Babsi“ gab’s natürlich auch 🙂

Oculus und Samsung Gear konnte man gleich an mehreren Ständen ausprobieren, kurz die Wartenschlangen-Länge abgeschätzt und hinein ins Vergnügen. War für mich schon die dritte oder vierte Begegnung mit VR Brillen, immer wieder witzig, aber die wirklich interessanten Businessanwendungen hab ich bisher nur im Innovation-Spot-Geheimtipp Innsbruck beim Sample City Lab im April entdeckt.

VR Brille von Samsung IFA 2015 Berlin

Strom kommt aus der Steckdose, und das ist gut so. Kurz, aber nur ganz kurz, haben wir versucht mit unserer eignen Beineskraft einen Toast zu toasten 🙂 02:30 Minuten so kräftig wie möglich strampeln um dann was zu bekommen? Einen hellblonden Toast, aufmunternde Worte vom Team und ein dringend benötigtes Glas Wasser gab’s als Trostpreis. Witzige Idee am Stand von Garmin. #sogehtmesseidee #zweieinhalbminutenkönnensehrlangsein

Garmin Aktion auf der IFA 2015 Berlin Garmin IFA 2015 Berlin

Was ist ca. 5 km lang, hat Kurven mit bunten Streifen und kommt meistens in Kombination mit wunderbaren BrumBrum Geräuschen? Kurzer Anfall von Selbstüberschätzung. Erste Kurve, laute Lacher hinter mir. Dann ein geflüsterter Tipp vom Profi. Zweite Runde doppelt so schnell wie die Erste. Na bitte. Playstation 4 mit Lenkrad, ich komme wieder 🙂

Ein Besuch am Stand bei Runtastic gehört ebenso zum Besuch der IFA wie ein innereuropäisches Roboter-Selfie mit Charlotte in Lyon #BeamPro

Die miniDrones von Parrot durften wir leider nur ansehen, nicht selbst ausprobieren. Auch beim SafetyCar der MotoGP hieß es leider, nur von außen bestaunen. Für den kleinen Hunger zwischendurch muss man sich nicht zwingend bei der Weißwurstschlange anstellen, man kann auch einfach beim 3D Food Printer vorbeischauen. Mehr Fotos gibt’s hier!

 IFA 2015 Berlin Runtastic auf der IFA 2015 Berlin  minidrones von parrot auf der IFA 2015 Berlin Selfie IFA 2015 Berlin

 

Doch zurück zum Ernst der Sache. Was bedeuten all diese Trends und Neuheiten auf der IFA für mich als Tiroler Unternehmerin im Konkreten? Für Tiroler Betriebe im Allgemeinen?

Smart Retail auf der IFA 2015 BerlinEine der größten Herausforderungen für den lokalen Handel wird sein, die Geschäfte von regalbasierten Einkaufstätten zu produktinszenierenden Erlebnis- und Kommunikationsorten um zu gestalten. Mit den bereits jetzt vorhandenen „Gadgets“ (zb auch digital Fitting oder Schaufenster die gleichzeitig auch OLED Bildschirme sind) ist das zwar keine günstige Angelegenheit, aber durchaus möglich. Auffallen, in Erinnerung bleiben, Eindruck hinterlassen. Und die Hauptsache ist sowieso die Beratungskompetenz und Kundenorientierung der Mitarbeiter und Unternehmer.

Das „Digitale“ wird immer mehr Einsatzbereiche in unserem Alltag suchen und auch finden. Mehr als uns wir jetzt vorstellen können. Momentan sind es kommunizierende Waschmaschinen, intelligente Fernseher und über Smartphone-Apps steuerbare Heizungen. Bald werden wir wirklich den Einkauf unserem Kühlschrank überlassen und selbstfahrende Autos erleben. Das was da alles kommt ist – meiner Meinung nach – fix, die Frage ist nur wann. Für unsere Wirtschaft bedeutet das Risiko und Chance zugleich. Wie kann unser unternehmerischer Beitrag zur Digitalen Wirtschaft 2015 aussehen? Wie können wir uns auf diese digitale Transformation einstellen (vorbereiten ist nämlich schon zu spät) Als Telekom-Unternehmen kann es bedeutet, die notwendige Bandbreite für all die neuen Geräte und Services zur Verfügung zu stellen. Als Unternehmen in der sogenannten Kreativwirtschaft, könnte es heißen frühzeitig auf moderne Standard und Schnittstellen zur Plattform- und Geräte unabhängigen Content-Produktion zu setzen – oder gar zu etablieren. Als Händler heißt es, sich nicht auf die bestehenden (mühsam erlernten) Onlineaktivitäten zu verlassen und auf den bisherigen Aktivitäten auszuruhen, sondern ständig einen Schritt weiter – in Richtung digitale Customer Journey – zu denken. Als größeres Industrieunternehmen wäre vielleicht ein Aufbrechen bestehender Prozesse durch „digitale Innovation von außen“ denkbar. Stichwort: Symbiose zwischen Industrie und Startups – Wertschöpfungskette durch externe Partner aufladen. Und so weiter, da gibt es so viele Ideen, da ist ein Blogartikel alleine zu wenig. #more2come

Mein Fazit zur IFA: groß wie immer, faszinierend wie immer und absolut einen Besuch wert!

Tag 2 in Berlin stand ganz im Zeichen von #entrepreneurial spirit und #startups. Super spontan und mit Social-Media-Hilfe von Gleichgesinnten Unternehmern habe ich einfach zwei Co-Workingspaces aka Tech-Hubs aka besucht. Mehr dazu im nächsten Blogartikel.

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Comments
One Response to “Berlin, Berlin: zwei Tage, zwei Themen: IFA und Startups”
  1. Andi H. sagt:

    Danke für den tollen Bericht! 😉

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